Die Gebäude in der die Apotheke befindet wurde 1887 gebaut und gehört zu den ältestenen erhaltenen Häuser im Kurfürstendamm. Das Gesamtgebäude und die Apotheke mit Inneneinrichtung besitzt historischen Denkmalwert in Berlin (OBJ-Dok-Nr: 09096285).

DIE APOTHEKE IM WANDEL DER ZEITEN
  • 1930 Greorg Kromolowski erhielt Konzession für Betrieb der Apotheke am ZOO.
  • 1936 Greorg Kromolowski wurde in der Zeit von III. Reich von Nationalsozialisten enteignet und die Apotheke wurde vorerst an Apotheker Rudolf Voerckel amtlich verpachtet.
  • 1939 Die Apotheke wurde amtlich neuausgeschrieben auf Apotheker Georg von Carnap-Quernheimb.
  • 1945 Apotheker Kurt Katschinsky
  • 1950 Anerkennung der Besitzrechte der Familie Kromolowski im Rahmen Wiedergutmachung. Apotheker Kurt Katchinsky erhielt einen Pachtvertrag von der Frau Kromolowski.
  • 1957 Apotheker Kurt Karchinsky erhielt Betriebsberechtigung nach einem Einigungsvertrag.
  • 1968 Apotheker Ernst Steinhausen
  • 1974 Apothekerin Antje-Kristine Koerner( Stegenwallner )
  • 2003 Verpachtung an Apotheker Christian Mahr
  • 2006 Apotheker Cafer Güler

Geschichte der deutschen Apotheken vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Die Geburtsstunde des Apothekerberufs schlägt im Jahre 1241. Der Stauferkaiser Friedrich II. (1194-1250) erlässt in diesem Jahr eine Medizinalordnung, die erstmals eine Trennung der Berufe von Arzt und Apotheker gesetzlich vorschreibt. Dieses Gesetzeswerk wird für die spätere Entwicklung des Gesundheitswesens weitreichende Bedeutung erlangen. Bis dahin hatten die Ärzte Medikamente nicht nur verordnet, sondern auch in eigener Regie verkauft. Ursprünglich nur für das Königreich Sizilien gedacht, wird die Medizinalordnung zum Vorbild für Apothekenordnungen im Reich und in ganz Europa.

Im wesentlichen untersagen diese und spätere Apothekenordnungen des Mittelalters den Ärzten geschäftliche Verbindungen mit Apothekern und den Besitz von Apotheken. Verhindert werden soll, dass Apotheker und Ärzte in eine Konkurrenzsituation geraten. Es ist nur natürlich, dass in dieser Zeit (11. bis 13. Jahrhundert), in der viele Berufszweige Spezialisierungen erfahren, auch eine Arbeitsteilung in den Heilberufen stattfindet.

DER APOTHEKER HEUTE

Die Apotheker heute haben eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen zu beachten, wie zum Beispiel das Arzneimittelgesetz, die Apothekenbetriebsordnung und die Sozialgesetze.

Die Weiterentwicklung der Hochschulausbildung berücksichtigt diese veränderten Anforderungen an die Apotheker.

Sie erhalten heute eine erweiterte pharmakologische und biochemische Ausbildung, die es ihnen ermöglicht, ihre Patienten und Kunden beim verantwortungsvollen Umgang mit Arzneimitteln, vor allem in der Selbstmedikation, zu beraten. Bei der Vielfalt der Fertigarzneimittel, der verschiedenen Anwendungsformen und den unterschiedlichen Wirkungsmechanismen erhält auch die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Apotheker heute eine immer größere Bedeutung im Interesse des Patienten. Noch mehr als bisher wird die Bedeutung der Apotheke in Zukunft als Drehscheibe für Information und Beratung wachsen und für eine optimale orts- und zeitnahe Versorgung der Patienten unverzichtbar sein.